Dieses Sanitär-Glossar erklärt zentrale Begriffe rund um Wasserinstallation und Abwasser. Die Definitionen helfen Ihnen, Beobachtungen und Rückfragen besser zu verstehen – sie sind keine Anleitung für eigene Arbeiten an der Installation. Für die Einordnung eines akuten Schadens lesen Sie Wasserschaden – was tun? oder rufen Sie 01590 – 43 867 73 an.
Druckminderer
Der Druckminderer sitzt meist hinter der Wasseruhr und senkt den Druck aus dem Versorgungsnetz auf ein für die Hausinstallation verträgliches Maß. Ein zu hoher Druck belastet Leitungen, Armaturen und Geräte und kann Geräusche oder tropfende Sicherheitsventile verursachen. Einstellung und Austausch gehören in fachkundige Hände.
Eckventil
Das Eckventil ist die kleine Absperrung unter Waschbecken, Spüle oder WC, an der Armaturen und Geräte angeschlossen sind. Es erlaubt, die Wasserzufuhr für eine einzelne Entnahmestelle zu schließen – der wichtigste Handgriff bei einer undichten Armatur oder einem defekten Geräteanschluss. Prüfen Sie gelegentlich, ob sich Ihre Eckventile noch bewegen lassen.
Geruchsverschluss
Der Geruchsverschluss hält mit einer stehenden Wassersperre Gerüche aus der Kanalisation zurück; in den meisten Abflüssen übernimmt diese Aufgabe der Siphon. Riecht es aus einem selten genutzten Abfluss, ist die Sperre oft verdunstet – Wasser nachlaufen zu lassen genügt dann meist. Bleibt der Geruch bestehen, sollte die Ursache geprüft werden.
Hebeanlage
Eine Abwasserhebeanlage pumpt Abwasser aus Räumen, die unterhalb der Rückstauebene liegen – etwa Keller-WC oder Waschküche –, auf das Niveau der Kanalisation. Fällt sie aus, kann Abwasser nicht mehr abfließen und im schlimmsten Fall zurückdrücken. Auffällige Geräusche oder häufiges Anspringen sind ein Grund für eine fachkundige Prüfung.
Leckageortung
Die Leckageortung grenzt versteckte Undichtigkeiten in Wand, Boden oder Decke ein, ohne dass auf Verdacht geöffnet werden muss. Zum Einsatz kommen je nach Fall akustische Verfahren, Feuchtemessung oder Thermografie. Eine präzise Ortung begrenzt den Eingriff auf die tatsächliche Schadstelle – und damit auch die Folgekosten.
Perlator (Strahlregler)
Der Perlator – auch Strahlregler genannt – sitzt als kleines Sieb am Auslauf des Wasserhahns und mischt dem Wasserstrahl Luft bei. Kalk und Schmutz setzen ihn mit der Zeit zu; ein schwacher oder spritzender Strahl ist das typische Zeichen. Abschrauben, Entkalken oder Ersetzen ist in der Regel gefahrlos möglich.
Rohrspirale
Die Rohrspirale ist ein flexibles Werkzeug, das drehend durch das Rohr geführt wird und Verstopfungen mechanisch löst. Im professionellen Einsatz gibt es sie in verschiedenen Längen und mit wechselbaren Aufsätzen. Unsachgemäßer Einsatz kann Rohre und Dichtungen beschädigen – tiefe Verstopfungen gehören daher in geübte Hände.
Rückstauklappe
Die Rückstauklappe verhindert, dass Abwasser bei einem Rückstau aus der Kanalisation – etwa nach Starkregen – ins Gebäude zurückdrückt. Sie schließt selbsttätig, muss aber regelmäßig gewartet werden, damit sie im Ernstfall dicht hält. Gluckernde Abflüsse im Keller können ein Hinweis auf Rückstauprobleme sein.
Siphon
Der Siphon ist das gebogene Rohrstück unter Waschbecken, Spüle oder Dusche. In seinem Bogen steht ständig Wasser, das als Geruchsverschluss die Kanalluft zurückhält; zugleich sammeln sich hier Haare und Ablagerungen. Ein gut zugänglicher Siphon lässt sich mit untergestelltem Gefäß abschrauben und reinigen – oft die einfachste Abhilfe bei einer leichten Verstopfung.
Warmwasserbereiter
Warmwasserbereiter erzeugen warmes Wasser zentral – etwa über die Heizungsanlage mit Speicher – oder dezentral über Durchlauferhitzer und Boiler. Bleibt das Wasser kalt, können Gerät, Einstellung oder Versorgung die Ursache sein; bei einer Therme lohnt der Blick auf Störanzeige und Stromzufuhr. Eingriffe an Gas- und Elektroanschlüssen sind Fachbetrieben vorbehalten.
Häufige Fragen zu Sanitär-Begriffen
Sind Siphon und Geruchsverschluss dasselbe?
Nicht ganz. Der Geruchsverschluss ist die Funktion – eine Wassersperre gegen Kanalgerüche –, der Siphon das Bauteil, das sie in den meisten Abflüssen übernimmt. Auch Bodenabläufe und WCs haben einen Geruchsverschluss.
Darf ich den Siphon selbst abschrauben und reinigen?
Ja, bei einem gut zugänglichen Siphon ist das in der Regel gefahrlos: Gefäß unterstellen, Verschraubungen lösen, reinigen und wieder handfest anziehen. Prüfen Sie danach die Dichtheit. Arbeiten an druckführenden Leitungen gehören dagegen in fachkundige Hände.
Warum läuft die Wasseruhr, obwohl kein Wasser entnommen wird?
Häufige Ursachen sind ein durchlaufender Spülkasten, ein tropfendes Sicherheitsventil oder eine versteckte Leckage. Schließen Sie testweise die Eckventile einzelner Entnahmestellen; läuft die Uhr weiter, sollte die Installation fachkundig geprüft werden.
Was ist bei unbekannten Begriffen am Telefon wichtig?
Sie müssen Bauteile nicht benennen können. Beschreiben Sie, was passiert ist, welche Räume betroffen sind und ob sich das Wasser abstellen ließ. Eine Übersicht zur Vorbereitung bietet die Seite Leistungen.
Begriff oder Störung telefonisch klären
Rufen Sie für die kostenlose und unverbindliche telefonische Beratung unter 01590 – 43 867 73 an. Eine konkrete Diagnose ist erst möglich, wenn Schadensbild und Installation ausreichend bekannt sind.